Es hat mir so arg geholfen und ich will es an dich weitergeben und dir ein bisschen darüber erzählen.
Vielleicht probierst du es aus und dein Nervensystem sagt "DANKE" zu dir.
Mir ging es Anfang des Jahres nicht gut. Mein Nervensystem war im Stressmodus und mein Körper hat mir fast täglich neue Signale gesendet, die mich zusätzlich belasteteten. Sorgen und Ängste überschatteteten meinen Alltag und all meine Methoden zur Entspannung konnten mir nicht helfen.
Eines Tages fragte mich eine Ärztin, ob ich Autogenes Training kennen würde. Ich musste in mich hineinschmunzeln, da ich Kursleiterin für Autogenes Training bin. Nur, ich hatte es nicht mehr im Sinn! Es war mir abhanden gekommen, auch, weil ich beim Unterrichten oft dachte, ich nehme lieber eine leichtere Methode. Oft wusste ich nicht, ob das Autogene Training gut ankommt.
Die Frage der Ärztin ging mir nicht mehr aus dem Kopf und ich fing noch am selben Abend mit AT an - wow! Es hat sogleich funktioniert, endlich konnte ich wieder ein bisschen loslassen und mein Herz beruhigte sich.
Ich dachte lange nach, weshalb ich diese Methode vergessen habe. Hatte ich doch die beste Ausbildung darin erhalten! Bei Dr. med. Hannes Lindemann, einem sehr bekannten Arzt, der mit einem Faltboot in 72 Tagen den Atlantik überquerte. Er schaffte diese Anstrengungen und den Erfolg laut seiner Aussage nur mit Hilfe von Autogenem Training. Ich durfte ihn persönlich erleben, wie er darüber berichtete! Sehr beeindruckend!
Die Ausbildung war die Beste, die ich erfahren durfte und sie hat zur Entstehung des Gesundheitsweges maßgeblich beigetragen.
Warum also Autogenes Training bei Stress?
Der Stresslevel steigt, das wissen wir ja alle. Jedoch führt dieses Stressgeschehen mehr und mehr zu psychosomatischen Störungen und Krankheiten. Wir brauchen dringend Methoden, die uns da ein wenig helfen und unserem Nervensystem wieder Entspannungsimpulse geben. Da kommt AT ins Spiel.
Das Autogene Training wurde von Prof. J.H. Schultz, geb. 1884 in Göttingen, dem "Schöpfer des AT", ins Leben gerufen. Er arbeitete als Hautarzt und zugleich in einem Hypnose-Ambulatorium, das ihn auf diese Methode brachte. Es gibt zahlreiche Vorläufer des Autogenen Training und ich denke immer wieder an meine Yoga Nidra Ausbildung, dessen Struktur mich so oft an das Autogene Training erinnert.
Warum es so sehr hilft, weil du etwas selbst erzeugst. Das ist die direkte Übersetzung von Autogenem Training. Autos bedeutet "selbst" und gen "erzeugen".
Alles, was wir selbst machen, ist so viel hilfreicher und effektiver, als wenn wir von außen Hilfe bekommen. Im AT gibt es bestimmte Formeln, die du selbst innerlich wiederholst oder dir die Sätze vorstellst. Wie z.B. "ich bin entspannt" oder "mein rechter Arm ist schwer". Das heißt, du selbst erzeugst Gesundheitsimpulse für dein Nervensystem, das auf Beruhigung und Entspannung umsattelt. Du wanderst durch deinen Körper und bleibst mit der Aufmerksamkeit dort eine Weile. Schwere, Wärme und Entspannung werden immer wieder ins Spiel gebracht und ganz allmählich breitet sich das wirklich alles in dir aus. Manchmal klappt das auf Anhieb - ich kann mich gut an einen sehr warmen Bauch erinnern bei der ersten Sonnengeflechtsübung :-). Hin und wieder fällt es nicht so leicht, dann darf man das wie eine Fremdsprache betrachten, die man lernen kann. Vielleicht kommt das Gefühl der Schwere erst beim nächsten Mal. Darum geht es gar nicht, dass alles schnell funktioniert und du das perfekt machst. Sondern es geht darum, dass du diese Entspannungsübung einfach mal beginnst und dir Zeit für dich nimmst. Diese wunderschöne "hypnotische" schlafähnliche Stimmung ist so heilvoll und beruhigend und ich möchte sie dir so gerne ans Herz legen, weil sie so vielen Menschen hilft.
Ich plane einen baldigen extra Kurs und ganz oft findet das AT auch im Entspannungskurs am Montag abend statt.
In Vorfreue auf dein Ausprobieren.
Ganz herzlich
Eva
Noch eine Nachbemerkung:
Wenn wir immer sagen, "ich bin im Stress", macht uns das krank. Wenn wir uns sagen, "ich bin entspannt" macht uns das gesund.
Zitiert aus meinen Kursleiterausbildungsunterlagen von Dr. med. H. Lindemann:
"Chronische, negative psychische Reize können uns krank machen (veg. Dystonie, psychosomatische Krankheiten); dauerhafte und wiederholte positive psychische (geistige) Impulse können uns gesund machen (AT, PT u.s.w.). Wir sind das, was wir denken. Was wir säen, ernten wir.